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“Die Gesellschaft vom Kopf auf die Füße stellen”

Der Gesprächskreis Regionaler Aufbruch versteht sich als Initiative politischer Willensbildung und Impuls zu einer neuen politischen Bewegung, die diese Ziele durchsetzen will. Jedes Jahr finden dazu mehrere Tagungen in Berlin statt. Es geht darum, preisgegebene – am Menschen und an der Natur orientierte – Grundsätze wieder in den Mittelpunkt stellen:

  • Vorrang der Arbeit vor dem Kapital
  • Vorrang des Gemeinwohl vor dem Eigennutz
  • Vorrang des Regionalen vor dem Globalen
  • Vorrang von Kooperation vor Konkurrenz
  • Vorrang der kleineren Gemeinschaften vor den anonymen Strukturen
  • Vorrang von Nachhaltigkeit vor Profitorientierung.

Insofern kann man diesen Gesprächskreis durchaus als linkes Projekt bezeichnen, welches sich kritisch mit Privatisierungsvorhaben der öffentlichen Hand und dem allgemeinen Trend zu immer mehr Globalisierung auseinandersetzt.

Natürlich unterstützt man als kritischer Linker so etwas gerne und natürlich freut es einen dann gleich doppelt, wenn man selber zu dieser Tagung eingeladen und als Referent angefragt wird. Im Januar erreichte mich die Anfrage eines Gewerkschaftskollegen, der früher im Vorstand der IG Metall tätig war. Ob ich denn nicht bereit wäre, den TeilnehmerInnen der Tagung zu schildern, wie wir es in Rottal-Inn geschafft haben, im November 2009 ein so großartiges Ergebnis beim Bürgerentscheid gegen den Verkauf unserer Landkreiskrankenhäuser herbeizuführen?

“Selbstverständlich gerne”, war meine spontane Antwort. Und jetzt ist es also bald soweit. Am Freitag, 26. März geht’s los nach Berlin. Durch das große überregionale Medienecho zum Ausgang unseres Bürgerentscheides und durch den beeindruckend großen Zuspruch aus der Bevölkerung ist die ganze Republik auf den Landkreis Rottal-Inn aufmerksam geworden, dessen Bürger sich erfolgreich dem öffentlichen Ausverkauf zur Wehr gesetzt haben. Viele betrachten unseren Landkreis nun als Vorbild und Musterbeispiel für direkte Demokratie. Das ist das große Verdienst der Menschen hier im Landkreis und ich bin stolz darauf, den Teilnehmern aus ganz Deutschland von unserem gemeinsamen Erfolg berichten zu können.

  1. 22. März 2010, 08:40 | #1

    Da kannst du ja in einem Sidekick glatt “meine” Region erwähnen und die Presse der letzten Wochen erwähnen, die sich mit den Pflegemissständen im verkauften Krankenhaus beschäften. So als Negativbeispiel…

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